Schloss Kyburg

In der Mitttelschweiz, über der Töss, südlich von Winterhur liegt in malerischer Idylle das Schloss Kyburg. Die Geschichte der mittelalterlichen Burg geht zurück ins Jahr 1027.

Geschichte der Burg:
Erste Erwähnungen der Burg Kyburg findet man im Jahre 1027, damals trug die Burg noch den Namen “Chuigeburg” (=Kühburg). Dieser Name hat die Bedeutung einer Flüchtlings bzw. Fluchtburg. Der erste Graf von Kyburg heiratete in die Familie ein. Hartmann von Dilling baute die Burg und Ländereien seiner neuen Familie aus und nannte sich von dann an Graf von Kyburg. Die Familie wurde, neben den Habsburgern, eine der wichtigsten und einflussreichsten der Schweiz. Eine ebenfalls hochangesehene Familie, die Habsburger, kauften 1264 die Burg. Rudolf von Habsburg verwahrte angeblich nach seiner Wahl zum deutschen König die Reichskleinodien auf Kyburg. Im 15. Jahrhundert kaufte die Stadt Zürich die Länderein und das Schloss und stellte es zur Vogtei bereit.

1831 war Kyburg kein Verwaltungsorgan der Stadt mehr und kam bis 1917 in den Besitz mehrerer Grafen. Beginnend mit Graf von Sobansky, über Matthäus Pfau aus Winterthur bis Eduard Bodmer. Ab dann führte der Kanton Zürich das Museum und nutze es für malerische Austellungen. Seit 1999 pflegt der Verein Schloss Kyburg die Burg und veranstaltet einige Dauerauststellungen und stellt es zur Besichtigung zur Verfügung.

Heutige Nutzung:
Heute ist das Schloss Kyburg eine Touristenattraktionen und Museum. Im Normalfall durchlaufen die Besucher die Räume des Schlosses selbstständig mit Hilfe der Informationstafeln und Rundgangweisern. Diese finden Sie in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Wenn Sie eine Führung buchen möchten, können Sie dies beim Personal anmelden, aber mindestens zwei Wochen vorher. Ein Mitarbeiter führt Sie durch das Schloss. Dabei können Sie zwischen verschiedenen Themenrundgängen wählen. Die Rundgänge variieren inhaltlich sehr stark. Geschichtlich Interessierte der Burg sollten die Rundgänge “Zeitspuren- 800 Jahre Kyburg” und “Die Kyburg des Mittelalters” besuchen. Für Interessenten am Leben auf einer Burg sind die Rundgänge “Gräfin, Landvögtin und Magd: Frauen auf der Kyburg” und “Gnädige Herren und Untertanen- die Landvogtzeit” von Interesse. Die Themenrundgänge dauern etwa 1 1/4 Stunden und die Kosten belaufen sich auf 350 FR. Der Eintritt ist im Preis enthalten. Auch mit Kindern können Sie die Burg Kyburg spielerisch entdecken. An der Kasse können Sie für zwei FR. einen Entdeckungsrundgang kaufen.

Außerdem bietet das Schloss für Private Anlässe, Geschäftstreffen, Seminare und kulturelle Veranstaltungen seine Räumlichkeiten an. Das Schloss hat viele verschiedene Räumlichkeiten und Gärten zu bieten. So stehen Ihnen der Festsaal, die Kapelle, der Schlosshof und die Heubühne zur Verfügung. Draußen können Sie den Platz unter den Vier Linden mieten oder den Schlossgarten.